Bürger-Energie Tübingen eG
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Materialien zum Projekt "Bioenergiedorf Breitenholz"
2. Informationen in "Ammerbuch aktuell" ab Nov 2018

Die nachfolgenden Texte informierten im Amtsblatt "Ammerbuch aktuell" über das Projekt "Bioenergiedorf Breitenholz".
Beitrag vom:
08.11.18  | 15.11.18  | 29.11.18  | 06.12.18  | 13.12.18  | 20.12.18
24.01.19  | 21.02.19
Die neueren Texte stehen vor den älteren.
 

Bioenergiedorf Breitenholz
abgedruckt in Ammerbuch aktuell, Nr. 8 vom 21.02.2019, S. 30

Die Bürger-Energie Tübingen eG treibt das Projekt Bio­energie­dorf Breiten­holz weiter voran und hat erste Ange­bote von Bau­unter­nehmen erhalten. Diese sind eine wichtige Grund­lage für die Kal­ku­la­tion des Wärme­preises. Die Stadt­werke Tübin­gen werden als Betrei­ber des Strom­netzes in Breiten­holz prü­;fen, welche Frei­lei­tun­gen im Zusam­men­hang mit der Verle­gung des Wärme­netzes erd­ver­kabelt wer­den kön­nen. Die Gemeinde Ammer­buch wiederum prüft, ob Wasser- oder Ab­wasser­lei­tun­gen in Breiten­holz erneu­ert wer­den müs­sen, die dann zeit­gleich mit den Wärme­lei­tun­gen ver­legt wer­den könn­ten. Diese Maß­nah­men könn­ten dazu bei­tragen, die Verlege­kosten ins­gesamt zu optimieren.

Die Nachfrage von Ortsvorsteher Zervas bei der Deutschen Telekom, ob das Unternehmen im Zuge der Tiefbauarbeiten Glasfaserkabel für schnelles Internet in die Gebäude zu verlegen bereit ist, ist leider abgelehnt worden.

Die Bürger-Energie Tübingen hat inzwischen auch Kontakt mit den Eigen­tümern der für die Wärme­zentrale und das Sonnen­kollektor­feld geeigneten Grund­stücke auf­ge­nommen und hofft sehr auf eine hohe Kooperations­bereit­schaft der Eigentümer.

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Bioenergiedorf Breitenholz
abgedruckt in Ammerbuch aktuell, Nr. 4 vom 24.01.2019, S. 27

Die mit Sonnenkollektoren und Holzhack­schnitzeln erzeugte Wärme wird durch im Boden verlau­fende Rohre in die Häuser von Breiten­holz geleitet.

Dort wird sie mittels einer Wärme­über­gabe­station an die Zentral­heizung des Gebäudes übergeben. Diese Wärme­über­gabe­station wird in der Regel an der Innen­seite der Wand angebracht, durch die die Wärme­leitung ins Gebäude eintritt. Das Foto zeigt eine Wärme­über­gabe­station mit geöffneter Türe.


(größere Anzeige mit rechtem Mausklick)

Die vorhandene Zentral­heizung wird an die Wärme­über­gabe­station ange­schlossen. Diese Arbeiten kann der Heizungs­installa­teur aus­führen, der bereits die Heizungs­anlage im Gebäude installiert hat. Außer­dem nimmt er den bestehenden Heiz­kessel außer Betrieb und demontiert ihn. Der nicht mehr benötigte Öltank wird ebenfalls demontiert. Der Tankraum wird dadurch frei und kann zukünftig für andere Zwecke genutzt werden.

Die Planungen für das Bio­ener­gie­dorf Breiten­holz gehen weiter voran. Die Auswertung der Frage­bögen wurde im Dezember abgeschlossen. Auf Basis der gewonnenen Daten wird derzeit die Wirt­schaft­lich­keits­berechnung weiter präzisiert.

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Bioenergiedorf Breitenholz:
Faktor 60 mit Sonnenkollektoren

abgedruckt in Ammerbuch aktuell, Nr. 51 vom 20.12.2018, S. 40

Die Wärme für das Nahwärmenetz Breitenholz soll nicht nur mit Holz­hack­schnit­zeln erzeugt werden, sondern auch durch ein Son­nen­kollek­tor­feld. Damit werden etwa 15% der pro Jahr be­nö­tig­ten Wärme direkt von der Sonne geliefert. Die Nutzung der Son­nen­ener­gie ist sehr wich­tig, weil die Erzeu­gung die­ser Wärme deut­lich weniger Fläche in Anspruch nimmt, als Wärme aus Holz­ver­bren­nung. Auf einem Hek­tar Wald wachsen pro Jahr ca. 10 Fest­meter Holz nach. Diese ent­hal­ten ca. 20.000 kWh Ener­gie. Auf einem Hek­tar Land auf dem Son­nen­kollek­toren in­stal­liert sind, kön­nen hin­ge­gen ca. 1,2 Mio. kWh Wär­me­ener­gie pro Jahr ge­won­nen werden. Das ist 60 Mal mehr! Im Hin­blick darauf, dass Holz ein be­grenzt nach­wach­sender Roh­stoff ist, ist es daher sehr wich­tig, den Bedarf an Brenn­holz mittels Son­nen­kollek­toren zu ver­rin­gern. Durch die Son­nen­kollek­toren kann der Holz­hack­schnitzel­kessel wäh­rend des Som­mers kom­plett ab­ge­schal­tet werden. Da­durch ist kein un­wirt­schaft­licher Teil­last­be­trieb nötig, in dem der Kes­sel häu­fig an und aus­ge­schal­tet wird. Die Er­zeu­gungs­kosten der Wärme aus den Son­nen­kol­lek­toren bleiben dauer­haft sta­bil, da nur Kapital­kosten und War­tung an­fallen. Die Sonne selbst schickt keine Rechnung.

Im Rahmen eines Erfahrungsaustausches zwischen Deutschland und Japan (German-Japanese Energy Transition Council) wurde ein Film über das Bio­energie­dorf Randegg im Kreis Konstanz gedreht, das nach dem gleichen Prinzip aufgebaut ist, wie in Breitenholz geplant. Der Film kann im Internet unter www.gjetc.org/videos/ angeschaut werden.

Das Randegg-Video (engl.)   • auf der GJETC-Website   • direkt auf Youtube

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Bioenergiedorf Breitenholz:
Regionale Wertschöpfung durch heimische Energiequellen

abgedruckt in Ammerbuch aktuell, Nr. 50 vom 13.12.2018, S. 30-31

Breitenholz wird bisher überwiegend mit Heizöl beheizt, das aus den Öl­för­der­ländern importiert wird. Die 138 Breitenholzer Gebäude, für die Fragebögen abgegeben wurden, benötigen pro Jahr etwa 250.000 Liter Heizöl (2,5 GWh Wärme pro Jahr). Dafür mussten im Durchschnitt der letzten zehn Jahre ca. 190.000 EUR pro Jahr bezahlt werden. Dieses Geld fließt Jahr für Jahr aus Breitenholz in weit entfernte Länder ab. Würden diese 138 Gebäude statt dessen an das Nahwärmenetz angeschlossen und mit Holz­hack­schnitzeln beheizt, dann würden 190.000 EUR pro Jahr zusätzlich in der Region um Breiten­holz verbleiben. Der Lieferant der Holzhack­schnitzel könnte mög­licher­weise weitere Mitarbeiter einstellen, die Ihren Lohn vor Ort ausgeben. Zusätzliche Gewerbe­steuer­einnahmen kämen der Kommune zugute, in der die Hackschnitzel produziert werden. Dadurch würde Kaufkraft in unserer Region gebunden und unser Wohlstand gesichert.

Die beiden Grafiken zeigen die Geld- bzw. Energieflüsse mit und ohne Brei­ten­holzer Nahwärmenetz.

Geldabfluss durch Heizölimport

Regionale Wertschöpfung durch heimische Energiequellen

Derzeit wertet das Ingenieurbüro ebök die 138 abgegebenen Frage­bögen aus und holt Preise für den Bau der Wärme­leitung sowie der Heiz­zentrale ein. Außer­dem wird mit der Gemeinde Ammer­buch das Genehmigungs­verfahren für die Heiz­zentrale und das Sonnen­kollek­tor­feld geklärt.

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Bioenergiedorf Breitenholz:
Austausch Ihrer Heizungsanlage
Gesetz zur Nutzung erneuerbarer Wärmeenergie

abgedruckt in Ammerbuch aktuell, Nr. 49 vom 06.12.2018, S. 30

Ihre Heizungsanlage ist in die Jahre gekommen? Sie denken über eine Erneuerung nach oder müssen sich demnächst damit beschäftigen? Dann müssen Sie sich auch mit dem Gesetz zur Nutzung erneuerbarer Wärme­energie für Baden-Württemberg befassen. Es verpflichtet die Eigentü­mer von Bestandsgebäuden dazu, mindestens 15 % der Wärme aus erneuer­baren Quellen zu nutzen, sobald die Heizungsanlage ausgetauscht wird. Bis vor einiger Zeit lag dieser Wert bei 10 %, jetzt liegt er bei 15 %. Wo er über­morgen liegt, wissen wir nicht. Was wir aber wissen ist, dass Sie mit einem Anschluss an ein Wärmenetz mit zentraler Holzfeuerung Ihr Gebäude zu 100 % aus erneuerbaren Energien beheizen. Sie erfüllen damit nicht nur die gesetzlichen Anforderungen, sondern leisten außerdem einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Wie ist der Stand des Projektes?
Die Ermittlung des Wärmebedarfs von Breitenholz mittels Fragebögen ist weitgehend abgeschlossen. Bisher wurden 136 Fragebögen abgegeben. Die Bürger-Energie Tübingen eG hat das Ingenieurbüro ebök aus Tübingen mit der Vorplanung des Nahwärmenetzes in Breitenholz beauftragt. Am Montag 12. November haben ebök-Mitarbeiter eine Ortsbegehung in Breitenholz durchgeführt, um den möglichen Verlauf der Leitungstrassen zu ermitteln.

Soll ich noch einen Fragebogen abgeben?
Um die Wirtschaftlichkeit des Nahwärmenetzes möglichst genau berechnen zu können, ist es wichtig, dass viele Fragebögen abgegeben werden. Wer noch keinen Fragebogen abgegeben hat, sollte dies noch in den nächsten Tagen nachholen. Je mehr Fragebögen abgegeben werden, desto geringer kann der Risikozuschlag bei der Kostenkalkulation ausfallen. Ein hoher Risikozuschlag könnte eventuell dazu führen, dass das Bioenergiedorf Breitenholz nicht zustande kommt. Bitte zögern Sie nicht und geben Sie Ihren Fragebogen jetzt ab. Sie verpflichten sich damit zu nichts. Fragebögen erhalten Sie bei Orts­vor­steher Zervas oder unter www.buerger-energie-tuebingen.de
Fragebogen als pdf-Datei

Parallelverlegung mit Telekom und Glasfasernetz
Derzeit wird mit der Gemeinde Ammerbuch und der Telekom geklärt, ob gleichzeitig mit der Verlegung der Wärmeleitungen auch Glasfaserleitungen für schnelles Internet verlegt werden können. Zusätzlich ist angedacht, Stromleitungen in die Erde zu verlegen, die bisher oberirdisch verlaufen. Die Bündelung dieser Maßnahmen könnte die Tiefbaukosten des Wärmenetzes senken und damit die Wirtschaftlichkeit des Projektes verbessern.

Wie sieht das Gebäude der Heizzentrale aus?
Das Foto zeigt die Heizzentrale des Bioenergiedorfs Büsingen. In dem Gebäude befinden sich die Holz­hack­schnitzel­kessel, der Abgas­filter, der Wärme­speicher und die Pumpen, mit denen das erhitzte Wasser in die Rohr­leitung gepumpt wird. Die Südseite des Gebäudes ist mit Sonnen­kollek­toren bestückt. Die Heiz­zentrale in Breiten­holz würde eine ähn­liche Größe haben.

Heizzentrale des Bioenergierdorfs Büsingen

(...)

Weitere Informationen:
Präsentation zur Informationsveranstaltung vom 30. Oktober 2018

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Bioenergiedorf Breitenholz:
Nahwärmenetze sind zukunftsorientiert, weil technologieoffen

abgedruckt in Ammerbuch aktuell, Nr. 48 vom 29.11.2018, S. 37

Aktuell sind Holz­hack­schnitzel der günstigste erneuer­bare Energie­träger. Doch was bringt die Zukunft? In einigen Jahren könnte Wasser­stoff günstiger sein, der mit Hilfe einer Brenn­stoff­zelle Wärme erzeugt. Möglich ist auch, dass große Mengen über­schüs­sigen Wind- oder Solar­stroms anfallen, der sehr günstig eingekauft und in Wärme umge­wandelt werden kann.

Was auch immer die Energie­zu­kunft bringt, Breiten­holz wäre dafür sehr gut gerüstet, wenn die Gebäude an ein Nah­wärme­netz ange­schlossen werden würden. Denn die aktuell günstigste Energie­techno­logie müsste dann nur in der Heiz­zen­trale installiert werden, nicht in jedem Gebäude einzeln. Die In­ves­ti­tion müsste außer­dem nicht von jedem einzelnen Gebäude­eigentümer fi­nan­ziert werden. Die Bürger-Energie Tübingen eG als Betreiberin der Heiz­zen­trale würde das für Sie über­nehmen. In der unten stehen­den Abbildung ist dies sche­ma­tisch dar­gestellt. Mit dem Bau eines Nah­wärme­netzes würde somit die Zukunfts­fähig­keit von Breiten­holz stark erhöht.

Nahwärmenetz mit unterschiedlichen Energieträgern und Umwandlungstechniken

Bisher sind 131 Frage­bögen bei der Bürger-Energie Tübingen eG ein­ge­gan­gen. Wer noch keinen Fragebogen abgegeben hat, kann dies noch bis zum 30. November 2018 tun.
Es gibt den Fragebogen hier als pdf-Datei oder auf Papier beim Ortsvorsteher Herrn Zervas.

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Bioenergiedorf Breitenholz – Weitere Fragebögen erforderlich.
abgedruckt in Ammerbuch aktuell, Nr. 46 vom 15.11.2018, S. 32

Die Bürger-Energie hat ein Ingenieurbüro beauftragt, die Fragebögen aus­zu­werten und das Konzept technisch und wirt­schaft­lich zu erarbeiten. Dazu ist es dringend erforder­lich, dass weitere Frage­bögen zu den Heizungs­anlagen in Breiten­holz abgegeben werden. Je mehr Infor­mationen der Planung zu Grunde liegen, desto genauer können die Kosten ermittelt werden.

Damit der weitere Zeitplan eingehalten werden kann, sollten Sie Ihre Frage­bö­gen spätestens bis zum 30.11.2018 abgegeben haben. Der Frage­bogen kann auf der Internet­seite www.buerger-energie-tuebingen.de herunter­geladen werden. Orts­vor­steher Bern­hard Zervas hält außerdem gedruckte Exemplare bereit.

Im September nahmen 50 Breiten­holzer Bürger*­innen auf Ein­ladung der Bürger-Energie Tübingen eG an einer Besich­tigungs­fahrt zum Bio­energie­dorf Büsingen im Kreis Konstanz teil. Das Foto zeigt die Breiten­holzer Besucher vor dem 1000 m3 großen Sonnen­kollek­tor­feld. Im Hinter­grund ist die Heiz­zen­trale zu sehen, in der zwei Holz­hack­schnit­zel­kessel die Wärme für die kalte Jahres­zeit erzeugen. Die Abgase werden durch einen Elek­tro­filter gerei­nigt.

Ein Teil der Breitenholzer Gruppe in Büsingen
Vordere Reihe 4. von links: Ortschaftsrat Dennis Martens. Mitte: Bürger-Energie Geschäftsführer Arvid Goletz und Vorstand Wilfried Kannenberg.

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Informationsveranstaltung zum Bioenergiedorf Breitenholz
abgedruckt in Ammerbuch aktuell, Nr. 45 vom 08.11.2018, S.37

Am Dienstag 30.10. fand auf Einladung der Bürger-Energie Tübingen eG eine Informationsveranstaltung zum geplanten Bioenergiedorf Breitenholz statt. Etwa 50 Breitenholzer Bürger*innen waren in den Gasthof Ochsen gekommen, um sich über das Projekt zu informieren. Bürgermeisterin Christel Halm betonte eingangs, dass die Gemeinde Ammerbuch das Projekt sehr befürwortet, da es den Klimaschutz und die Luftreinhaltung fördert. Außerdem bindet es Kaufkraft in der Region, die sonst für den Einkauf von Heizöl abfließen würde.

Wilfried Kannenberg, Vorstand der Bürger-Energie Tübingen eG, stellte das Unter­nehmen vor. Die Genossenschaft wird Betreiber des Breitenholzer Nah­wär­me­netzes sein. Den Hauptvortrag hielt Bene Müller von der Solar­complex AG aus Singen, die bereits 16 Bioenergiedörfer realisiert hat. Er erläuterte, wie Breiten­holz zukünftig mit Hilfe von Holzhackschnitzeln und einem Son­nen­kollek­tor­feld zu 100% mit erneuerbarer Wärme versorgt werden kann.

Im Juli dieses Jahres wurden an alle 244 Gebäudeeigentümer in Breitenholz Frage­bögen verschickt, um den Wärmebedarf der Gebäude zu ermitteln. Bisher sind bei der Bürger-Energie 110 Fragebögen eingegangen. Da dies noch zu wenige sind, wurde die Frist zur Abgabe auf den 30.11.2018 verlängert. Alle Breitenholzer Gebäudeeigentümer werden gebeten, einen Fragebogen abzugeben. Auch dann, wenn momentan kein Interesse am Anschluss an das Nahwärmenetz besteht. (...)

regenerative Energiequellen

letzte Änderung: 14.03.2019

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