Bürger-Energie Tübingen eG
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Materialien zum Projekt "Bioenergiedorf Breitenholz"
2. Informationen in "Ammerbuch aktuell" Nov 2018

Die nachfolgenden Texte informierten in Nov-Dez 2018 im Amtsblatt "Ammerbuch aktuell" über das Projekt "Bioenergiedorf Breitenholz".
Beitrag vom:  08.11.18  | 15.11.18  | 29.11.18  | 20.12.18

Bioenergiedorf Breitenholz:
Faktor 60 mit Sonnenkollektoren

abgedruckt in Ammerbuch aktuell, Nr. 51 vom 20.12.2018, S. 40

Die Wärme für das Nahwärmenetz Breitenholz soll nicht nur mit Holz­hack­schnit­zeln erzeugt werden, sondern auch durch ein Son­nen­kollek­tor­feld. Damit werden etwa 15% der pro Jahr be­nö­tig­ten Wärme direkt von der Sonne geliefert. Die Nutzung der Son­nen­ener­gie ist sehr wich­tig, weil die Erzeu­gung die­ser Wärme deut­lich weniger Fläche in Anspruch nimmt, als Wärme aus Holz­ver­bren­nung. Auf einem Hek­tar Wald wachsen pro Jahr ca. 10 Fest­meter Holz nach. Diese ent­hal­ten ca. 20.000 kWh Ener­gie. Auf einem Hek­tar Land auf dem Son­nen­kollek­toren in­stal­liert sind, kön­nen hin­ge­gen ca. 1,2 Mio. kWh Wär­me­ener­gie pro Jahr ge­won­nen werden. Das ist 60 Mal mehr! Im Hin­blick darauf, dass Holz ein be­grenzt nach­wach­sender Roh­stoff ist, ist es daher sehr wich­tig, den Bedarf an Brenn­holz mittels Son­nen­kollek­toren zu ver­rin­gern. Durch die Son­nen­kollek­toren kann der Holz­hack­schnitzel­kessel wäh­rend des Som­mers kom­plett ab­ge­schal­tet werden. Da­durch ist kein un­wirt­schaft­licher Teil­last­be­trieb nötig, in dem der Kes­sel häu­fig an und aus­ge­schal­tet wird. Die Er­zeu­gungs­kosten der Wärme aus den Son­nen­kol­lek­toren bleiben dauer­haft sta­bil, da nur Kapital­kosten und War­tung an­fallen. Die Sonne selbst schickt keine Rechnung.

Im Rahmen eines Erfahrungsaustausches zwischen Deutschland und Japan (German-Japanese Energy Transition Council) wurde ein Film über das Bio­energie­dorf Randegg im Kreis Konstanz gedreht, das nach dem gleichen Prinzip aufgebaut ist, wie in Breitenholz geplant. Der Film kann im Internet unter www.gjetc.org/videos/ angeschaut werden.

Das Randegg-Video (engl.)   • auf der GJETC-Website   • direkt auf Youtube

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Bioenergiedorf Breitenholz:
Nahwärmenetze sind zukunftsorientiert, weil technologieoffen

abgedruckt in Ammerbuch aktuell, Nr. 48 vom 29.11.2018, S. 37

Aktuell sind Holz­hack­schnitzel der günstigste erneuer­bare Energie­träger. Doch was bringt die Zukunft? In einigen Jahren könnte Wasser­stoff günstiger sein, der mit Hilfe einer Brenn­stoff­zelle Wärme erzeugt. Möglich ist auch, dass große Mengen über­schüs­sigen Wind- oder Solar­stroms anfallen, der sehr günstig eingekauft und in Wärme umge­wandelt werden kann.

Was auch immer die Energie­zu­kunft bringt, Breiten­holz wäre dafür sehr gut gerüstet, wenn die Gebäude an ein Nah­wärme­netz ange­schlossen werden würden. Denn die aktuell günstigste Energie­techno­logie müsste dann nur in der Heiz­zen­trale installiert werden, nicht in jedem Gebäude einzeln. Die In­ves­ti­tion müsste außer­dem nicht von jedem einzelnen Gebäude­eigentümer fi­nan­ziert werden. Die Bürger-Energie Tübingen eG als Betreiberin der Heiz­zen­trale würde das für Sie über­nehmen. In der unten stehen­den Abbildung ist dies sche­ma­tisch dar­gestellt. Mit dem Bau eines Nah­wärme­netzes würde somit die Zukunfts­fähig­keit von Breiten­holz stark erhöht.

Nahwärmenetz mit unterschiedlichen Energieträgern und Umwandlungstechniken

Bisher sind 131 Frage­bögen bei der Bürger-Energie Tübingen eG ein­ge­gan­gen. Wer noch keinen Fragebogen abgegeben hat, kann dies noch bis zum 30. November 2018 tun.
Es gibt den Fragebogen hier als pdf-Datei oder auf Papier beim Ortsvorsteher Herrn Zervas.

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Bioenergiedorf Breitenholz – Weitere Fragebögen erforderlich.
abgedruckt in Ammerbuch aktuell, Nr. 46 vom 15.11.2018, S. 32

Die Bürger-Energie hat ein Ingenieurbüro beauftragt, die Fragebögen aus­zu­werten und das Konzept technisch und wirt­schaft­lich zu erarbeiten. Dazu ist es dringend erforder­lich, dass weitere Frage­bögen zu den Heizungs­anlagen in Breiten­holz abgegeben werden. Je mehr Infor­mationen der Planung zu Grunde liegen, desto genauer können die Kosten ermittelt werden.

Damit der weitere Zeitplan eingehalten werden kann, sollten Sie Ihre Frage­bö­gen spätestens bis zum 30.11.2018 abgegeben haben. Der Frage­bogen kann auf der Internet­seite www.buerger-energie-tuebingen.de herunter­geladen werden. Orts­vor­steher Bern­hard Zervas hält außerdem gedruckte Exemplare bereit.

Im September nahmen 50 Breiten­holzer Bürger*­innen auf Ein­ladung der Bürger-Energie Tübingen eG an einer Besich­tigungs­fahrt zum Bio­energie­dorf Büsingen im Kreis Konstanz teil. Das Foto zeigt die Breiten­holzer Besucher vor dem 1000 m3 großen Sonnen­kollek­tor­feld. Im Hinter­grund ist die Heiz­zen­trale zu sehen, in der zwei Holz­hack­schnit­zel­kessel die Wärme für die kalte Jahres­zeit erzeugen. Die Abgase werden durch einen Elek­tro­filter gerei­nigt.

Ein Teil der Breitenholzer Gruppe in Büsingen
Vordere Reihe 4. von links: Ortschaftsrat Dennis Martens. Mitte: Bürger-Energie Geschäftsführer Arvid Goletz und Vorstand Wilfried Kannenberg.

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Informationsveranstaltung zum Bioenergiedorf Breitenholz
abgedruckt in Ammerbuch aktuell, Nr. 45 vom 08.11.2018, S.37

Am Dienstag 30.10. fand auf Einladung der Bürger-Energie Tübingen eG eine Informationsveranstaltung zum geplanten Bioenergiedorf Breitenholz statt. Etwa 50 Breitenholzer Bürger*innen waren in den Gasthof Ochsen gekommen, um sich über das Projekt zu informieren. Bürgermeisterin Christel Halm betonte eingangs, dass die Gemeinde Ammerbuch das Projekt sehr befürwortet, da es den Klimaschutz und die Luftreinhaltung fördert. Außerdem bindet es Kaufkraft in der Region, die sonst für den Einkauf von Heizöl abfließen würde.

Wilfried Kannenberg, Vorstand der Bürger-Energie Tübingen eG, stellte das Unter­nehmen vor. Die Genossenschaft wird Betreiber des Breitenholzer Nah­wär­me­netzes sein. Den Hauptvortrag hielt Bene Müller von der Solar­complex AG aus Singen, die bereits 16 Bioenergiedörfer realisiert hat. Er erläuterte, wie Breiten­holz zukünftig mit Hilfe von Holzhackschnitzeln und einem Son­nen­kollek­tor­feld zu 100% mit erneuerbarer Wärme versorgt werden kann.

Im Juli dieses Jahres wurden an alle 244 Gebäudeeigentümer in Breitenholz Frage­bögen verschickt, um den Wärmebedarf der Gebäude zu ermitteln. Bisher sind bei der Bürger-Energie 110 Fragebögen eingegangen. Da dies noch zu wenige sind, wurde die Frist zur Abgabe auf den 30.11.2018 verlängert. Alle Breitenholzer Gebäudeeigentümer werden gebeten, einen Fragebogen abzugeben. Auch dann, wenn momentan kein Interesse am Anschluss an das Nahwärmenetz besteht. (...)

regenerative Energiequellen

letzte Änderung: 21.12.2018

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